Vereinsgeschichte

1988
Der Ursprung unseres Vereins liegt schon ├╝ber 26 Jahre zur├╝ck, also noch zu DDR-Zeiten. Es durfte damals offiziell kein Karate in der DDR betrieben werden, somit gab es in Eisenh├╝ttenstadt zwei kleine AG-Gruppen, die sich Athletik und Kraftgymnastik nannten. Unsere Gruppe trainierte 1988 unter der Leitung von Gerd-J├╝rgen Muchow in der Turnhalle der Grundschule 3 in Sch├Ânflie├č. Wir erlernten das Shotokan-Karate aus B├╝chern, die wir aus der BRD hatten. In der DDR gab es inoffiziell┬á2 Tr├Ąger des schwarzen G├╝rtels im Shotokan-Karate. Einer von ihnen war Axel Dziersk (2.Dan). Bei ihm legten Gerd und Kai am 23.04.1989 die Pr├╝fung zum 8.Kyu in Berlin ab.

1989
Nach der Wende im Jahre 1989, als dann das Karate erlaubt war, versuchten wir zusammen mit einem Frankfurter Karate Verein Kontakt zu anderen Karatekas, wie zum Beispiel dem deutschen Karate Verbund (DKV) aufzunehmen. Anfangs erhielten wir nur absagen, doch dann gab es einen, der von Leverkusen in die DDR fuhr, um uns sein Karate vorzustellen: Sensei Reiner Nie├čen (6. Dan im Shotokan Karate und Gr├╝nder des Zen-Karate Vereins in Leverkusen)

1990
Wir fuhren auch nach Leverkusen zu Lehrg├Ąngen, wo wir seine Art Karate kennenlernten, welches viel aufregender und interessanter war, als alles was wir bis Dato gesehen hatten und haben daraufhin seinen Stil angenommen. Somit betrieben wir seid 1989 Zen-Karate, wie auch andere Dojo┬┤s aus anderen St├Ądten, wodurch die ÔÇ×Interessengemeinschaft Traditionelle KampfkunstÔÇť (IGtK), die Sensei Nie├čen leitete, entstand. Zu der IGtK geh├Ârten damals Dojo┬┤s aus: Leverkusen, Berlin, Dresden, Frankfurt Oder, Schwarzheide, L├╝bben, Cottbus und Eisenh├╝ttenstadt. In dieser Zeit ├Ąnderte sich viel in unserer Karate Gruppe. Sensei Nie├čen f├╝hrte seine Pr├╝fungsordnung ein, wonach wir anfingen, die ersten Pr├╝fungen zu absolvieren. Wir fuhren ├Âfters zu Lehrg├Ąngen, nach Leverkusen, aber auch zu anderen Dojo┬┤s aus der IGtK. Diese Lehrg├Ąnge wurden gleichzeitig mit der G├╝rtelpr├╝fung verbunden.

1992-1993
1992 gr├╝ndeten Kai Paprottka, Ralf Leuschner, Gerd-J├╝rgen Muchow und Danielo W├Ąhnert den Verein: ÔÇ×Zen-Karate Eisenh├╝ttenstadt 92 e.V.ÔÇť. Damals hatte der Verein ca. 20 Mitglieder (Eintrittsalter war damals 16 Jahren). Im Jahre 1994 legte Kai Paprottka die Pr├╝fung zum 1. Dan ab, und war damit der erste Schwarzgurt in unserem Dojo. Ein Jahr sp├Ąter legte auch Olaf Persicke die Pr├╝fung zum 1. Dan ab, womit unser Dojo, damals wie auch heute, von zwei Schwarzgurten gef├╝hrt wird.

1996
Wir trennten uns 1996 von Sensei Nie├čen und somit auch gleichzeitig von der IGtK, womit wir den Kontakt zu den anderen Dojo┬┤s verloren. In den darauf folgenden Jahren trainierten Kai und Olaf den Verein weiter im Sinne des Zen-Karate-Stils. Doch durch den Austritt aus der IGtK nahmen wir nicht mehr an den Lehrg├Ąngen teil, wodurch auch die Mitgliederzahl erstmals stark sank.

2000
Seid dem Jahr 2000 trainieren wir in der Ringerhalle (unserem heutigen Dojo), die wir uns mit den Ringern teilten. Nach und nach l├Âsten sich in den folgenden Jahren immer mehr Dojo┬┤s von Sensei Nie├čen und der IGtK. Und 2002 kam es erstmals wieder zum Kontakt mit den einzelnen Dojo┬┤s, wie zum Beispiel mit dem Dojo aus Cottbus. Wie absolvierten wieder gemeinsame Lehrg├Ąnge und 2004 gr├╝ndeten wir mit Cottbus, Schwarzheide, Templin und Aschaffenburg die ÔÇ×Interessengemeinschaft traditionelles KarateÔÇť (IGtKa). In dieser Zeit entstand auch eine starke Jugendgruppe, von etwa 10 Jugendlichen.

2004
Weiterhin wurden 2004 eine Kindergruppe (damals noch Krabbelgruppe) und eine Oldie-gruppe gegr├╝ndet, die das Vereinsleben wieder aufbl├╝hen lies. Durch die Seminare und Nachtm├Ąrsche, die zusammen mit den anderen Dojo┬┤s durchgef├╝hrt wurden, entstand ein starker Zusammenhalt im Verein.

2006
Auf der Suche nach dem Sinn des Karates f├╝hrte uns unser Weg 2006 zum Budostudienkreis (BSK), und wir nahmen Kontakt mit dieser Vereinigung und seinem Gr├╝nder und Hauptlehrer des BSK Sensei Werner Lind (8. Dan im Shotokan Kenpo Karate (SKK) in Bensheim) auf. Die Leiter der damaligen DojoÔÇÖs┬áder ÔÇ×Interessengemeinschaft traditionelles KarateÔÇť (IGtKa) fuhren 2006 nach Bensheim, um sich vorzustellen und um Werner Lind und das Shotokan Kenpo Karate (SKK) kennen zu lernen. Nebendessen wurde im selben Jahr ein Traum von den Vereinsmitgliedern realisiert, wir kauften die Ringerhalle (in der wir seid 2000 trainierten) und konnten uns so, mit viel Hilfe, Kraft und etlichen Arbeitseins├Ątzen, ein eigenes Dojo errichten.

2007
2007 traten wir, sowie die IGtKa dem BSK bei und nahmen dessen Stil an. Wir haben auch den BSK nach Eisenhüttenstadt eingeladen, und 2008 kamen Sensei Christian Lind (6.Dan), Sensei Christof Dahmen(6.Dan ) sowie Sensei Marcus Neudert (6. Dan) und Hendrik Felber (4. Dan) in unser Dojo zu jeweils einem Seminar.
Nach dem Beitritt in den BSK gab es eine ├ťbergangsphase, in der einige Ver├Ąnderungen umgesetzt werden mussten. In dieser Zeit wurde versucht, das Zen-Karate mit dem SKK zu verbinden. Was jedoch auf Dauer nicht machbar war, denn das Zen-Karate unterschied sich in seiner Art sehr von den Zielen des BSK und dem Weg des Budo.

2010
Mittlerweile ist uns der ├ťbergang zum SKK erfolgreich gelungen, was unter anderem auch dadurch gezeigt haben, dass im Dezember 2010 Kai in Bensheim die Pr├╝fung zum 2. Dan ablegte, und Olaf dort seinen 1. Dan best├Ątigte. Wir nehmen auch in Zukunft regelm├Ą├čig an Seminaren in Bensheim teil, damit wir uns st├Ąndig weiterentwickeln k├Ânnen.

2012
Im Dezember 2012 absolvierte Olaf Persicke erfolgreich die Pr├╝fung zum 2.Dan im Shotokan Kenpo Karate.

2013
Im Jahr 2013 entstand eine Qigong Gruppe. Durch Seminare im Budokan Bensheim, unter der Leitung von Sifu Gaby Fischer-Lind, wird das Wissen st├Ąndig erweitert. Im November konnten wir mit Hilfe der B├╝rgerstiftung und der Herz-Apotheke unser Dojo mit Matten auslegen.

2014
Im Jahr 2014 entstand ein Ninjutsu Gruppe unter der Leitung von Rene Angermann und Kai Paprottka. Wir lehren das Yamamichi Ryu, welches unter der Leitung von Peter Sch├Âmbs (7.Dan) im Budokan Bensheim unterrichtet wird.